Kapitel 13 von 15: Dänemark

83% der Gesamtreise

Tag 73 von 88

Zwischen Sonne und Wolken: Die malerische Reise entlang der dänischen Ostküste

3 min Lesezeit

Dänemark 🇩🇰 54.7 km

Etappen-Infobox

Datum: 11.06.2011

Tageskilometer: 54.70 km

Route: Fjellerup → Hadsund

Fahrzeit: 3:46:40

Schnitt: 14.5 km/h

Gesamtstand: 5179.0 km

Wind-Fokus: Rücken- und Gegenwind bleiben die unsichtbaren Gegner dieser Tour.

Tag 73: Die Reise entlang der dänischen Ostküste
Tag 73: Die Reise entlang der dänischen Ostküste

Ein neuer Tag bricht an, und ich finde mich in Fjellerup wieder, umgeben von der frischen Morgenluft und dem Duft der nahen Ostsee. Es ist ein ganz normaler Morgen mit einer vertrauten Routine: aufstehen, frisch machen, frühstücken und das Zelt zusammenpacken. Während ich die vertrauten Bewegungen ausführe, überkommt mich das Gefühl, dass diese einfache Prozedur ein Teil meines Lebens geworden ist. Zu Hause werde ich die ersten Nächte wohl noch hinter dem Haus schlafen, um mich langsam an den Umgewöhnungsprozess zu gewöhnen.

Nachdem ich den Zeltplatz verlassen habe, muss ich für eine Weile auf eine stark befahrene Straße ausweichen, um schließlich wieder auf meine Radroute zu gelangen. Die ersten Kilometer führen mich entlang von Autos, die schnell und dicht an mir vorbeifahren, doch ich merke, dass mich das nicht mehr stört. Seit meiner Reise durch England habe ich eine Gelassenheit entwickelt, die mir hilft, stressige Situationen zu meistern. „Hindernisse sind da, um überwunden zu werden“, denke ich mir und genieße einfach das Fahren, während ich die wunderschöne Landschaft um mich herum betrachte.

Die sanften Hügel und Wiesen der dänischen Landschaft sind ein wahrer Augenschmaus. Die Dörfer, die ich durchquere, haben ihren eigenen Charme. Die Häuser sind aus Stein gebaut, mit Dächer aus Ziegeln oder Schilf, was ein malerisches Bild abgibt. Bei Udbyhøj angekommen, erwartet mich die Fjordeinfahrt, die ich mit einer kleinen Fähre queren muss. Während ich auf die Fähre warte, sehe ich zwei englische Campingwagen, die ebenfalls auf ihre Überfahrt warten. Ich spreche die Besitzer an und erfahre, dass sie über Frankreich, die Niederlande, Deutschland, Schweden und Norwegen nach Dänemark gereist sind. Es ist erstaunlich, wie viele Reisende ähnliche Routen wählen.

Nachdem ich die Fähre überquert habe, beginne ich, die nächsten 25 Kilometer auf einem etwas holprigen Feldweg zu fahren. Die Strecke ist mit Kieselsteinen bedeckt, und die grüne Wiese in der Mitte erlaubt es mir, nur langsam voranzukommen. Die Natur um mich herum ist beeindruckend, und ich genieße die frische Luft und die Geräusche der Umgebung.

In Hadsund überquere ich schließlich den Fjord über eine Brücke. Der Wind bläst mir ins Gesicht und bringt den salzigen Geruch des Meeres mit sich. Ich finde einen Campingplatz, der in meinem Plan vermerkt ist, und beschließe, hier zu übernachten. Nach der obligatorischen Frage, ob ich auf Deutsch oder Englisch sprechen möchte, entscheide ich mich, in meiner Muttersprache zu plaudern. Die Platzwirtin erzählt mir von ihren eigenen Radtouren und gibt mir einige Tipps für die weitere Strecke.

Ich entdecke, dass das Campingplatz-Haus ein sehr günstiges Hostel anbietet – für umgerechnet nur 20 Euro! Begeistert nehme ich ein Bett und die Bettwäsche mit dazu. Der Platz hat mehrere Gebäude, eine Küche und einen Aufenthaltsraum mit einem Fernseher. Ich fühle mich sofort wohl und weiß, dass ich morgen früh frisch und ausgeruht aufbrechen kann, um erneut Kilometer zu machen. Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen und einem Blick auf die dänische Ostküste schließe ich den Tag ab.

Cliffhanger

Morgen geht es weiter nach Skagen. Schafft die Tour den naechsten Abschnitt ohne Rueckschlag?