Kapitel 11 von 15: Schweden
78% der Gesamtreise
Tag 69 von 88
Schweden gefällt mir von Tag zu Tag besser.
3 min Lesezeit
Etappen-Infobox
Datum: 09.06.2011
Tageskilometer: 75.97 km
Route: Rorvik → Malö
Fahrzeit: 5:29:01
Schnitt: 13.8 km/h
Gesamtstand: 4864.0 km
Wind-Fokus: Rücken- und Gegenwind bleiben die unsichtbaren Gegner dieser Tour.
Über das Aufstehen erzähle ich heute mal nichts. Ich sollte den Wecker am besten gleich auf 08:00 Uhr stellen. Heute Morgen gab es ein gekochtes Ei zum Frühstück. Es muss an nichts missen bei solch einer Tour. Herrlich, das Frühstück aus gehobener Position mit Teilblick auf einen See und mehreren großen Felsen im landschaftlichen Hintergrund.
Bevor ich auschecken konnte, musste ich erst noch einchecken. Um 10:30 Uhr verließ ich endlich den Platz und begab mich auf Entdeckungsreise. Zuerst dachte ich, Schweden wäre irgendwie norwegisch. Schweden ist aber nicht norwegisch; Schweden ist schwedisch. Schweden hat ein eigenes Gesicht. Das wurde mir klar, als ich den Fjord Richtung Bovallstrand fuhr. Wunderschön zeigte Schweden mir seine Schärenküste.
Von Bovallstrand ging es östlich weiter, bis zum nächsten Fjord. Diesen musste ich umfahren. Während ich hielt, fuhren vier Radfahrer an mir vorbei. Ich fuhr weiter und musste um die Kurve eine Anhöhe hinauf. Ich sah die vier Raddler ihre Räder hinauf schieben. Jetzt sei dazu gesagt, so ganz die Jüngsten waren sie auch nicht mehr. Dafür hatten sie aber kein Gepäck. Ich versuchte, sie vor der Kuppe fahrend einzuholen und schaffte es erst auf der Kuppe. Nach der Abfahrt hielt ich erstmal an, um zu schauen, ob es jetzt links oder rechts weitergeht.
Auf der Karte war die kleine dünne grüne Linie schwer auszumachen. Eine Routenbeschilderung gab es natürlich nicht. Da Lysekil ein Ort ist, der auf der Route liegt, kam nur rechts in Frage. Das würde aber bedeuten, dass es dort eine Fähre geben muss. Ansonsten würde ich in einer Sackgasse landen. Die 24 km Fahrt nach Lysekil waren ganz in Ordnung. Zuerst parallel der Hauptstraße durch eine Art Waldweg und dann über verkehrsberuhigte Wege.
In Lysekil suchte ich beim Hafen den Fähranleger und fand ihn nicht. Erst nachdem ich mich auf einer Informationstafel kundig machte, fand ich den kleinen Ableger für die Personenfähre nach Fiskebäckskil. 10 Minuten später, um 16:00 Uhr, ging es dann auch schon los. 10 km weiter in Malö ist ein kleiner Campingplatz, den ich ansteuern wollte. Auf dem Weg dorthin über die Inselgruppe musste ich noch eine Brücke queren, von der es eine atemberaubende Aussicht entlang des Fjordes zwischen den Felsen gab.
Im weiteren Verlauf gab es noch eine kleine Fähre, mit der ich übersetzen musste. Mir sind heute mehrere Tourenradler entgegengekommen. Es hat sich aber kein Gespräch ergeben. Ich unterhielt mich ganz kurz mit ein paar deutschen Campingurlaubern. Auf dem Campingplatz gab es noch ein längeres Gespräch mit einem deutschen Radler-Paar, die die Küste Richtung Norden fahren.
Bis morgen, Micha
Cliffhanger
Morgen geht es weiter nach Kungälv. Schafft die Tour den naechsten Abschnitt ohne Rueckschlag?