Kapitel 13 von 15: Dänemark

86% der Gesamtreise

Tag 76 von 88

Herausforderungen eines Radfahrers: Wind und Sand auf der Reise nach Dänemark

3 min Lesezeit

Dänemark 🇩🇰 Wind/Regentag 64.3 km

Etappen-Infobox

Datum: 14.06.2011

Tageskilometer: 64.29 km

Route: Hirtshals → Rødhus

Fahrzeit: 6:15:42

Schnitt: 10.6 km/h

Gesamtstand: 5460.0 km

Wind-Fokus: Heute war der Wind ein dominanter Mitspieler.

Tag 76: Wind und Sand auf der Reise
Tag 76: Wind und Sand auf der Reise

Ich dachte, ich hätte alle Herausforderungen, die ein Radfahrer auf dieser Tour erleben kann, bereits gemeistert. Doch heute wurde ich eines Besseren belehrt. Der Tag begann für mich etwas spät, als ich nach einer langen Etappe am Vortag aus dem Schlaf erwachte. Um 10:00 Uhr kam ich schließlich vom Campingplatz in Hirtshals weg. Der Wind blies mit 5 Windstärken aus Westen, und während ich aufbrach, spürte ich die Belastung der letzten beiden Tage in meinen Beinen.

Trotz des Windes war die Strecke ansprechend. Ich fuhr durch eine idyllische Landschaft, die sich aus Wäldern, Dünen und landwirtschaftlich genutzten Flächen zusammensetzte. Die hohen Sanddünen, die ich in der Ferne erblickte, kündeten von einem Leuchtturm, den ich gerne aus der Nähe betrachtet hätte, wenn die Zeit es erlaubt hätte. Kurz vor der Küste fand ich einen Rastplatz mit einer wunderschönen Aussicht, wo ich auf einen Dänen traf. Sonst treffe ich hier nur Deutsche, und es war erfrischend, mit jemandem aus Dänemark zu sprechen. Er kam aus Kopenhagen und stellte interessiert Fragen zu meiner Tour und meiner Ausrüstung.

Von dort führte mein Weg durch eine Feriensiedlung, die ich auf dem Weg nach Lønstrup durchquerte. Diese Hütten waren die von denen ich so oft gehört hatte. Lønstrup selbst war ein charmantes kleines Küstenstädtchen, in dem ich eine Pause einlegte. Doch die mühsamen Kilometer forderten ihren Tribut. Der starke Gegenwind machte die 40 km bis nach Løkken anstrengend – es fühlte sich an, als hätte ich 80 km hinter mir.

Nachdem ich eine Stunde Pause gemacht hatte, ging es weiter auf einen 10 km langen Sandweg, der zwischen dem Wasser und den Dünen verlief. Hier wurde es ernst: Mein Rad rutschte sofort in einer Sandwehe weg, und ich fand mich schnell auf dem Boden wieder, während ein neugieriger Touri mich fotografierte. Ich fand schließlich einen besseren Weg und kämpfte mich durch die Sandverwehungen, wo das Rad immer wieder wegrutschte. In der Hoffnung, meine Geschwindigkeit zu halten, stand ich auf den Pedalen und kämpfte gegen den Wind, der mir ins Gesicht blies.

Diese Tortur zog sich über zwei Stunden, und ich war erschöpft, als ich endlich in Blokhus ankam. Es war bereits nach 18:00 Uhr, und ich war mehr als bereit, den nächsten Campingplatz in Rødhus anzusteuern. Mit müden Beinen erreichte ich schließlich den Platz, wo ich mir eine Hütte mietete – der Preis war gesalzen, aber ich war froh, nicht mehr im Zelt schlafen zu müssen.

Morgen soll der Wind schwächer sein, und ich hoffe, dass ich dann ohne große Anstrengungen weiterfahren kann. Für heute heißt es, nach einem langen und herausfordernden Tag zu entspannen und mich auf das nächste Abenteuer vorzubereiten. Die Dänemarkreise geht weiter, und ich bin gespannt, was mich noch erwartet.

Cliffhanger

Morgen geht es weiter nach Hanstholm. Schafft die Tour den naechsten Abschnitt ohne Rueckschlag?