Kapitel 13 von 15: Dänemark

90% der Gesamtreise

Tag 79 von 88

Von Sonne zu Wind und Regenschauern: Auf der Reise durch Dänemark

3 min Lesezeit

Dänemark 🇩🇰 Wind/Regentag 69.0 km

Etappen-Infobox

Datum: 17.06.2011

Tageskilometer: 69.04 km

Route: Klitmøller → Thyborøn

Fahrzeit: 4:01:57

Schnitt: 17.2 km/h

Gesamtstand: 5647.0 km

Wind-Fokus: Heute war der Wind ein dominanter Mitspieler.

Tag 79: Sonne, Wind und Regen in Dänemark
Tag 79: Sonne, Wind und Regen in Dänemark

Der Morgen in Klitmøller begann unspektakulär, aber mit einem gewissen Charme, der nur das Leben im Freien bieten kann. Ich folgte meinem gewohnten Ritual: aufstehen, frisch machen, frühstücken und mein Zelt packen. Dank des schönen Wetters konnte ich mein Frühstück draußen genießen, auf einer der typischen Tisch-Bank-Kombinationen, die oft auf Campingplätzen zu finden sind. Der Wind blies heute Vormittag aus Osten, was mir auf meiner Strecke sehr zugutekam.

Die ersten 40 Kilometer führten mich durch die malerischen Waldpassagen im Nationalpark Thy. Es war eine herrliche Mischung aus Natur und frischer Luft, die mich motivierte. Ich kreuzte mehrere kleine Straßen und fand immer wieder die Richtung Westen, wo der Wind mich schob und das Fahren erleichterte. Die Waldwege waren jedoch ein wenig herausfordernd: Sandige Abschnitte verlangten nach mehr Kraftaufwand, während ich auf Kiesstraßen noch relativ flott vorankam.

Mit dem Gedanken, die Etappe vielleicht kürzer zu halten, spielte ich mit dem Gedanken, da die Wettervorhersage für den Nachmittag Regen ankündigte. Aber ich wusste, dass ich mir das erlauben konnte, da ich noch einige Tage zur Verfügung hatte. Bei Kilometer 50 traf ich auf einen Dänen aus Kopenhagen, der mit einem hochbelasteten Zweiradanhänger unterwegs war. Er hatte Schwierigkeiten, den Anhänger zu ziehen, und seine Tagesetappen lagen zwischen 40 und 60 Kilometern. Wir kamen ins Gespräch und er war sehr interessiert an meiner Reise und meinem Material.

Wenig später gönnte ich mir eine Pause und verspeiste den Zitronenkuchen, den ich vor zwei Tagen auf dem Campingplatz gekauft hatte. Während ich genüsslich in den krümeligen Kuchen biss, tauchte der Berliner Radfahrer auf, den ich vor zwei Tagen getroffen hatte. Wir plauderten, während wir die Strecke gemeinsam fortsetzten.

Der Weg führte uns auf einen Damm, den ich über 5 Kilometer befahren musste. Plötzlich brach der Regen los, als ich am Fähranleger ankam. Gerade in diesem Moment konnte ich der abfahrenden Fähre noch zuwinken. Die nächste Fähre würde erst in einer Stunde ablegen. Während ich wartete, versuchte ich, mich so weit wie möglich wasserdicht zu machen, und zog meine Fleecejacke über. Es war etwas unangenehm, im Freien auf die Fähre zu warten, aber ich ließ mir die gute Laune nicht verderben.

Auf der anderen Seite angekommen, deckte ich mich mit Abendproviant ein und steuerte den nahegelegenen Campingplatz an. Der Regen hatte sich inzwischen in einen ordentlichen Schauer verwandelt. Ich mietete mir eine Hütte, die mit 375 Kronen genau in mein Budget passte. Die Hütte war fast so gut ausgestattet wie die in Norwegen, mit Küche, TV und Sitzecke. Ich war erleichtert, endlich ein trockenes Plätzchen gefunden zu haben.

Nun saß ich in meiner Hütte und dachte über die bevorstehenden Tage nach. Ich hoffte auf ein paar sonnige Stunden, um die Schönheit Dänemarks noch mehr genießen zu können. Ich fühlte mich gut und bereit für die nächsten Etappen. Bis morgen!

Cliffhanger

Morgen geht es weiter nach Vedersø. Schafft die Tour den naechsten Abschnitt ohne Rueckschlag?