Kapitel 13 von 15: Dänemark

92% der Gesamtreise

Tag 81 von 88

Ein Tag in den Dünen von Dänemark: Unterwegs zur Nordsee

2 min Lesezeit

Dänemark 🇩🇰 73.3 km

Etappen-Infobox

Datum: 19.06.2011

Tageskilometer: 73.26 km

Route: Vedersø → Henne Strand

Fahrzeit: 4:59:53

Schnitt: 14.7 km/h

Gesamtstand: 5783.0 km

Wind-Fokus: Rücken- und Gegenwind bleiben die unsichtbaren Gegner dieser Tour.

Tag 81: Ein Tag in den Dünen
Tag 81: Ein Tag in den Dünen

Der Tag begann bewölkt, und ein steifer Wind zog über das Land. Dennoch versprach es, nicht zu regnen, was mich optimistisch stimmte. Ich hatte es nicht eilig und nahm mir die Zeit, den Morgen ruhig anzugehen. Nach einer erholsamen Nacht in meiner geräumigen Hütte verließ ich pünktlich um 12:00 Uhr den Platz, was für mich eine angenehme Routine darstellt.

Der Wind kam aus Westen, während mein Weg in südlicher Richtung führte, mit kleinen Abstechern nach Westen. Die Strecke bis zum Ringkøbing Fjord verlief durch offenes, weites Land, fast wie bei mir zu Hause. Kilometerweit konnte ich meine Zwischenziele sehen, während die Dünen weit rechts von mir lagen. Der Wind wehte mit vier Stärken und erschwerte das Fahren in Richtung Westen ein wenig.

Am Ringkøbing Fjord angekommen, folgte ich einem Damm, den man als solchen kaum erkennen konnte. Über 25 Kilometer führte die Route durch die Dünen, fast durchgehend auf Sandwegen, immer wieder nach rechts und links. Ich fuhr durch Feriensiedlungen und kam an mehreren Campingplätzen vorbei, die direkt in den Dünen standen. Plötzlich tauchte mitten in diesem Dünenmeer eine Stadt auf: Hvide Sande. Direkt dahinter ging es weiter in die Dünen. Die Stadt, bekannt für ihren Hafen, war gut besucht, und sowohl die Nordsee als auch der Fjord waren von hier aus sichtbar.

Ich gesellte mich zu den anderen Touristen und gönnte mir einen Kaffee und ein Stück Kuchen, um meine Energiereserven aufzufüllen. Danach setzte ich meine Fahrt durch die Dünen fort, während das Wetter weiterhin mitspielte und ich trocken und warm blieb. Nach dem Fjord durfte ich ein wenig auf gutem Belag fahren, was für eine willkommene Abwechslung sorgte.

Bei Henne Strand kehrte ich auf einem Campingplatz ein. Da ich mir die Hütte nicht leisten wollte, entschied ich mich, das Zelt aufzubauen. Dänemarks Dünenküste ist wunderschön, aber insgesamt eher unspektakulär. Im Vergleich zu den anderen Küstenstreifen, die ich bisher befahren hatte, war die Küstenlinie relativ gleichmäßig, wodurch der „Wow-Effekt“ etwas ausblieb.

Ich bemerkte, dass ich nur noch maximal zwei Fahrtage in Dänemark vor mir hatte, bis ich die deutsche Grenze erreichen würde. Das Ende meiner Reise rückt langsam näher, und ich beschloss, einfach weiterzufahren und zu sehen, was mir auf den letzten Kilometern begegnete. Wenn ich vor dem 29. Juni in Hamburg ankomme, wäre ich mehr als zufrieden.

Morgen steht eine neue Etappe an, und ich freue mich darauf, was die Reise noch bereithält. Bis dann!

Cliffhanger

Morgen geht es weiter nach Ribe. Schafft die Tour den naechsten Abschnitt ohne Rueckschlag?