Kapitel 3 von 15: Niederlande

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Tag 13 von 88

Weite Strände und Regeneration – Ein Pausentag am Meer

3 min Lesezeit

Niederlande 🇳🇱 Ruhetag Wind/Regentag 0.0 km

Etappen-Infobox

Datum: 13.4.2011

Tageskilometer: 0.00 km

Route: Egmon aan Zee → Egmon aan Zee

Fahrzeit: 0:00:00

Schnitt: 0.0 km/h

Gesamtstand: 911.0 km

Wind-Fokus: Rücken- und Gegenwind bleiben die unsichtbaren Gegner dieser Tour.

Tag 13: Weite Strände und Regeneration
Tag 13: Weite Strände und Regeneration

Nach zwölf Tagen auf dem Rad fühlte es sich großartig an, einen Ruhetag einzulegen – und was für einen perfekten Ort hatten wir dafür gefunden. Egmond aan Zee, ein kleines Küstenstädtchen mit endlosen Sandstränden und einer atemberaubenden Dünenlandschaft, bot alles, was man sich für eine wohlverdiente Pause nur wünschen konnte.

Der Campingplatz, auf dem wir uns niedergelassen hatten, war wie ein kleines Dorf für sich: Er bot nicht nur gepflegte Stellplätze, sondern auch einen eigenen Laden, in dem man alles kaufen konnte, was das Frühstücksherz begehrt. Nach Tagen des improvisierten Essens aus dem Rucksack war es ein Luxus, sich frische Brötchen, Joghurt und Käse zu gönnen. Ein reichhaltiges Frühstück auf dem Campingplatz – ohne Hast, ohne Eile. Ein Genuss, den wir in vollen Zügen auskosteten.

Obwohl es ein Ruhetag war, konnte ich nicht widerstehen, die Gegend zu erkunden. Natürlich mit dem Rad, aber diesmal ohne das lästige Gepäck, das ich sicher im Zelt verstaut hatte. Die 30 Kilogramm Gepäck weniger machten einen unglaublichen Unterschied. Es war, als ob mein Rad plötzlich Flügel bekommen hätte. Ohne die Fronttaschen fühlte sich das Vorderrad jedoch leicht ungewohnt an, und es dauerte einen Moment, bis ich mich an die neue Balance gewöhnt hatte.

Unsere erste Station des Tages war die Burgruine in Egmond van Hoeft. Das Wort „Ruine“ trifft es nicht ganz – vielmehr standen dort die Grundmauern einer einst imposanten Burg, umgeben von einem Wassergraben. Es war faszinierend, sich vorzustellen, wie dieses Bauwerk einst die Umgebung dominierte. Der Ort strahlte trotz seiner Schlichtheit eine gewisse Erhabenheit aus, und der Anblick regte die Fantasie an.

Danach radelten wir ins Zentrum von Egmond aan Zee. Eine typische Küstenstadt mit all dem, was man sich von einem Urlaubsort vorstellt: Cafés, kleine Läden mit maritimem Flair und jede Menge Touristen, die sich bereits auf die kommende Saison vorbereiteten. Es war ein reges Treiben, doch es herrschte eine entspannte Atmosphäre. Wir schlenderten durch die Straßen, genossen den Ausblick auf den Strand und ließen die Seele baumeln.

Am Ende der Promenade lag der endlose Sandstrand, der sich über Kilometer erstreckte. Feiner, weißer Sand so weit das Auge reichte, und obwohl die Temperatur noch unter 10 Grad lag, schien die Sonne mit voller Kraft und wärmte uns, zumindest im Windschatten. Ein paar mutige Paragleiter nutzten die Aufwinde, um sich sanft über den Dünen zu tragen – ein beeindruckender Anblick, der perfekt zu diesem entspannten Tag passte.

Zurück auf dem Campingplatz nutzte ich die Zeit, um mich auf die kommenden Tage vorzubereiten. Die Fährüberfahrt nach England war nun offiziell gebucht: Am 15.04.2011 würde ich von Hoek van Holland nach Harwich übersetzen, um das nächste große Kapitel meiner Reise zu beginnen. Es war ein aufregender Gedanke, bald auf britischem Boden zu stehen und die nächste Herausforderung in Angriff zu nehmen.

Doch zunächst hieß es: genießen. Der Nachmittag verging wie im Flug, während ich versuchte, die noch ausstehenden Fotos hochzuladen. Leider war der WLAN-Empfang auf dem Platz nicht ideal, aber das trübte meine Laune kaum. Schließlich war es ein Tag der Entspannung, und der Gedanke an die bevorstehenden Abenteuer ließ mich ruhig in die Nacht gleiten.

Morgen geht es weiter nach Den Haag – der letzte Abschnitt auf niederländischem Boden, bevor das große Abenteuer in England beginnt.

Bis morgen, Micha

Cliffhanger

Morgen geht es weiter nach Scheveningen. Schafft die Tour den naechsten Abschnitt ohne Rueckschlag?